Am Samstag, 6. August wurden die Wasserretter der Wasserwacht Wolfratshausen im Abstand weniger Stunden zu vier Einsätzen an die Isar gerufen! Trotz Hochwasser hatten sich zahlreiche Freizeitsportler auf den Fluss begeben – oft mit ungenügender Ausrüstung.

In vier Fällen haben sich Bootsfahrer in Lebensgefahr gebracht und mussten in aufwändigen Einsätzen gerettet werden.

Die erste Alarmierung unserer SEG betraf vier Personen, die mit ihrem Boot im Isar-Hauptstrom gekentert waren.

Der zweite Alarm führte uns ans Ickinger Wehr, wo zwei Männer mit einem Schlauchboot am Wehrtor hingen. Dies war eine absolut lebensgefährliche Zwangslage. Im Fall eines Kenterns im Sog wären die Überlebenschancen minimal gewesen. Während die Feuerwehr sich zu den Verunglückten abseilte und sie rettete, sicherten unsere Wasserretter den Unterlauf auf beiden Seiten ab.

Die nächste Alarmierung erfolgte durch den Landkreis München. Drei Erwachsene und ein Kind hatten sich in der reissenden Isar auf eine Sandbank gerettet. Aus Angst vor Folgekosten verweigerten sie die Rettung mit dem eingesetzten ADAC-Helikopter. Während das Kind dann von der Feuerwehr gerettet wurde, betreuten wir die Erwachsenen und begleiteten sie schließlich mit unserer Raft-Besatzung Richtung München zu einem sicheren Ausstieg.

Schließlich folgte eine Alarmierung zu mehreren Personen, die oberhalb der Marienbrücke nicht mehr mit dem Fluss zurecht gekommen waren.

Glücklicherweise konnten alle Verunglückten gerettet werden. Und auch alle Rettungskräfte kehrten aus den teils hochgefährlichen Einsätzen wohlbehalten zurück.

Insgesamt konnte an diesem Tag in unserem Isarabschnitt 30 Personen geholfen werden, unsere SEG war mit 12 Kräften sieben Stunden im Dauereinsatz.

Am Samstag erliesen die Behörden eine Allgemeinverfügung: Das Befahren der Isar ist nun bis auf weiteres von der Tattenkofener Brücke in Geretsried bis nach München verboten.